Ein starkes Immunsystem beim Hund ist die Voraussetzung dafür, dass er mit den täglichen Herausforderungen des Lebens zurechtkommt – ob Parasiten oder Krankheitserreger. Wie kannst Du die Abwehrkräfte Deines Hundes stärken? Das geht mit grünen Smoothies!

 

 

Ein gesunder Vierbeiner mit einer intakten Darmflora wird in den meisten Fällen alleine mit Keimen und Parasiten fertig und braucht weder eine Wurmtablette noch Antibiotika. Eine einfach und praxisnahe Methode, das Immunsystem Deines Hundes zu stärken, sind grüne Smoothies.

Grünes Gemüse für Hunde zum Smoothie verarbeitet

Grünes Smoothie für den Hund klingt zwar etwas etepetete oder nach Vermenschlichung, ist es aber nicht, ganz und gar nicht. Grüne Smoothies sind eine perfekte und völlig natürliche Möglichkeit, den Hund mit wichtigen Vitaminen und Mineralien zu versorgen, seine Immunsystem zu stärken und ihn ganz nebenbei auch kulinarisch zu verwöhnen. Das Beste daran: Es ist ganz einfach zuzubereiten und Du kannst dafür auch Zutaten nehmen, die Du selbst verschmähst.

Hunde-Smoothie: unkompliziert und gesund

Da der Hund die im grünen Gemüse enthaltenen Nährstoffe nur aufgespalten aufnehmen kann, sollst Du die Zutaten fein pürieren, am besten in einem Hochleistungsmixer. Als Süppchen – oder eben als grünes Smoothie – ist die Mahlzeit für Deinen Vierbeiner auch deutlich attraktiver. Das Schöne am Hunde-Smoothie ist: Du kannst dafür auch Sachen nehmen, die sonst oft im Bio-Abfall landen wie Blätter von Blumenkohl, Karotten, Roten Beeten oder Radieschen, dicke Spinatstiele, verwelkten Salat, die Enden von Zucchini usw.

Warum grünes Gemüse für den Hund?

Grünes Gemüse – ob für Hunde oder Menschen – zählt zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Grünes Blatt- und Fruchtgemüse:

  • ist reich an Chlorophyll

    Dank Chlorophyll sind Pflanzen imstande Photosynthese zu betreiben: so entstehen aus Wasser, CO₂ und Sonnenlicht Kohlenhydrate zum Leben und Wachsen. Chlorophyll ist für die grüne Farbe verantwortlich, die je nach Sorte einen etwas anderen Ton hat: von blaugrün über gelbgrün bis zu grasgrün. Chlorophyllhaltige Nahrung hält das Blut Deines Hundes gesund, entgiftet es und liefert wichtige Mineralien. Ist das Blut rundum versorgt, gibt es die Nährstoffe an Muskeln, Knochen, Gewebe und Gehirn ab.

    Das Chlorophyll unterstützt:
    – den Aufbau neuer Blutzellen
    – die Wundheilung
    – einen regelmäßigen Stuhlgang
    – Entgiftung von krebserregenden Substanzen
    – einen angenehmen Mundgeruch

  • hat sehr viele Nährstoffe

    Grünes Gemüse zählt zu den besten pflanzlichen Quellen für Magnesium, Calcium und Eisen. Es liefert auch zahlreiche Ballaststoffe – wichtig für gute Verdauung und eine gesunde Darmflora. Den Reigen wichtiger Vitalstoffe eröffnen die Vitamina A, C und K, gefolgt von beta-Carotin und zahlreichen B-Vitaminen, vor allem B9 (Folsäure) und B6. Auch Kupfer, Kalium und essentielle Aminosäuren sind im grünen Gemüse enthalten.

  • wirkt gegen Freie Radikale

    Zahlreiche im grünen Gemüse enthaltenen Antioxidantien können im Körper den oxidativen Stress reduzieren und gelten als gesundheitsförderlich.

  • schützt mit Bitterstoffen

    Durch die enthaltenen Bitterstoffe wird das hündische Verdauungssystem unterstützt und die Produktion von Enzymen, Gallenflüssigkeit, Magensäften und Insulin angeregt. Die Leber kann besser entgiften und das Sättigungsgefühl hält länger an. Bitterstoffe sind unter anderem in Löwenzahn, Giersch, Endiviensalat, Radicchio oder Chicorée enthalten.

  • gibt es auch im Winter

    Außer den typischen Wintergemüsesorten wie Grünkohl, Lauch und Wirsing lassen sich Kräuter und Gräser in Blumenkästen anbauen, z. B. Gerstengras oder Kresse. Saisonales und regionales Gemüse ist nicht nur für die Umwelt ein Segen, weil Du auf lange Transportwege verzichtest. Es ist auch voll bepackt mit Nährstoffen, weil seine Lagerung nur kurz dauert.

  • lässt sich gut trocknen

    Vor allem Kräuter lassen sich durch das Entziehen der Feuchtigkeit haltbar machen. Neben Thymian, Rosmarin, Oregano, Minze oder Salbei kannst Du auch Spitzwegerich, Brennnesseln oder Löwenzahn gut trocknen.

Wissenswertes

Kreuzblütergewächse wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Radieschen, Weiß- und Rotkohl, Kohlrabi, Rucola, Kresse und Senf enthalten krebsvorbeugende und -bekämpfende Senfölglycoside. Dank der schwefel- und stickstoffhaltigen sekundären Pflanzenstoffe wirken sie auch stark antibakteriell.

Magen und Darm kannst Du mit Kornblütern (Chicorée, Endivien, Kopfsalat) unterstützen – es sind gute Präbiotika und liefern Inulin, das die guten Milchsäure- und Bifidobakterien brauchen. Blätter von Malvengewächsen (Hibiscus, Linden, Malven) bilden Schleimstoffe zum Schutz der Magenschleimhaut und liefern zusätzlich Vitamin C und Aminosäuren.

Grünes Smoothie für den Hund – das Rezept

Auf Instagram haben wir neulich ein grünes Smoothie von der schnellen Sorte vorgestellt. Dafür benötigst Du:

  • Handvoll Rucola
  • 3 kleine Blätter von Blumenkohl
  • 3 dicke Scheiben von Zucchini
  • Spinatreste (Stiele oder unschöne Blätter)
  • 1 EL Naturjoghurt
  • 1 EL Speisequark
  • 1 EL Kokosfett
  • 150 – 200 ml Wasser
  • 1 TL Kurkuma

Diese Menge eignet sich für einen mittelgroßen Hund (20 – 25 kg).

Grünes Smoothie: Rezept als PDF

Grüne Smoothies sind äußerst flexibel

Die oben genannen Zutaten gab es bei uns gerade im Kühlschrank. Du kannst aber auch anderes grünes Gemüse nehmen. Joghurt und / oder Speisequark verbessern den Geschmack, Kokosfett sorgt für die nötige Portion Fett, um die fettlöslichen Vitamine zu spalten. Möglich sind alle pflanzlichen Öle sowie Lachsöl oder Lebertran.  Kurkuma wirkt nachweislich entzündungshemmend und antioxidativ und findet bei uns fast täglich den Weg in den Napf.

Welches Gemüse für den Hunde-Smoothie?

Folgende Gemüsesorten eignen sich für das grüne Hundesmoothie:

  • grünes Blattgemüse wie Salat, Rucola, Spinat, Mangold, Portulak oder Pak Choi
  • grünes Fruchtgemüse wie Gurken oder Zucchini
  • grüner Kohl wie Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing oder Kohlrabi (mäßig)
  • Staudensellerie*, Zuckererbsen
  • Kräuter wie Basilikum, Bärlauch (wohl dosiert), Dill, Estragon, Kerbel, Liebstöckel, Minze oder Petersilie. 
  • das Grün von Radieschen, Kohlrabi, Blumenkohl, rote Bete oder Karotten
  • grüne Sprossen oder grüne Spargel

Diese grünen Gemüsesorten eigenen sich für Hunde nicht:

  • Paprika
  • Lauch, Schnittlauch, Frühlingszwiebel
  • Avocado

Tipp

Wenn Dein Hund am Anfang Dein Süppchen verschmäht, kannst Du den Anteil an Joghurt / Quark / Kokosöl erhöhen und es sukzessiv – von Woche zu Woche – reduzieren.

Fazit


Egal, ob Du Deinen Hund barfst oder mit Fertigfutter beglückst – ein grüner Smoothie eignet sich für jedes Ernährungsmodell. Es gibt einen Energieschub und versorgt Deinen Hund mit einer Fülle an Vitalstoffen, die wie ein effektiver Immun-Booster wirken. Diese Vitalkur kannst Du 1-2 Mal die Woche praktizieren – optimalerweise mit regionalem und saisonalem grünem Gemüse.